Fitts' Law messen: was hinter dem Test steckt
Fitts' Law ist eines der am besten belegten Gesetze der Mensch-Computer-Interaktion: Es sagt vorher, wie lange ein Zeigezugriff auf ein Ziel dauert, abhängig von der Distanz zum Ziel und dessen Breite. Dieser Test setzt die ISO-9241-9-Methode um, den Industriestandard zur Messung von Zeigegeräten, und liefert am Ende einen einzigen Vergleichswert: den Durchsatz in bit/s.
Wofür der Test genutzt wird
- Eingabegeräte vergleichen: Maus gegen Trackpad, unterschiedliche DPI-Einstellungen oder eine neue Maus gegen die alte – der Durchsatz macht den Unterschied in einer Zahl sichtbar.
- Ergonomie-Check: Ein spürbar niedrigerer Durchsatz als sonst kann auf Ermüdung, eine ungünstige Handhaltung oder ein Problem mit dem Eingabegerät hindeuten.
- Referenz für UI-Forschung: Wer selbst mit Fitts' Law arbeitet, findet hier eine funktionierende ISO-9241-9-Referenzimplementierung inklusive Regression und effektiver Zielbreite.
So läuft ein Durchlauf ab
- 1 Zwei Kreise erscheinen im Abstand D, einer davon fuchsiafarben hervorgehoben als aktives Ziel.
- 2 Das aktive Ziel anklicken – der erste Treffer startet die Runde, jeder weitere Treffer wechselt das aktive Ziel.
- 3 Zehn Wertungs-Treffer pro Kombination, danach folgt automatisch die nächste von zwölf gemischten Distanz-Breite-Kombinationen.
- 4 Nach allen zwölf Runden erscheinen Durchsatz, Regressionsgerade und Streudiagramm.
Was diesen Test von einfachen Nachbauten unterscheidet
Viele Fitts'-Law-Tests rechnen nur mit der nominalen Zielbreite und der einfachen Shannon-Formulierung, was beliebig hohe Werte erlaubt, egal wie ungenau geklickt wird. Dieser Test folgt stattdessen der ISO-9241-9-Methode: Er ermittelt aus deiner tatsächlichen Klickstreuung die effektive Zielbreite und rechnet damit den Durchsatz. Beim Eintragen in die Bestenliste schickt der Browser ausserdem die vollständige Klick- und Zielspur mit, der Server rechnet Regression und Durchsatz eigenständig nach.