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Fitts' Law Test

Klicke abwechselnd zwei Ziele in wechselndem Abstand und wechselnder Größe – der Test misst deinen Durchsatz nach Fitts' Gesetz.

ISO 9241-9 Effektive Zielbreite Durchsatz in bit/s
Dieses Spiel misst Mausbewegungen und braucht einen echten Zeigercursor. Auf dem Touchscreen bitte mit einer Maus oder einem Trackpad wiederkommen.

Bestenliste

Schnelles Klicken belastet Handgelenk und Finger – leg zwischen den Runden ruhig eine kurze Pause ein.

Was Fitts' Gesetz erklärt

Fitts' Gesetz beschreibt, wie lange ein Zeigezugriff auf ein Ziel dauert: Die Bewegungszeit wächst mit der Distanz und sinkt mit der Zielbreite, zusammengefasst im Indexschwierigkeit-Wert ID = log2(D/W + 1). Der Test durchläuft zwölf Distanz-Breite-Kombinationen und rechnet aus deinen tatsächlichen Bewegungszeiten die Regressionsgerade MT = a + b·ID – daraus wiederum den Durchsatz in bit/s.

Warum die effektive Zielbreite zählt

Die nominale Zielbreite W sagt wenig darüber, wie präzise du wirklich triffst. Deshalb rechnet dieser Test nach der ISO-9241-9-Methode mit der effektiven Zielbreite We = 4,133 · SD deiner Klickstreuung um die Zielmitte, nicht mit der aufgezeichneten Kreisgröße. Das ist der Unterschied zu vielen einfachen Nachbauten, die nur mit der Shannon-Formulierung und der nominalen Breite rechnen und dadurch beliebig hohe Werte erlauben, egal wie ungenau geklickt wird.

Was der Durchsatz über Maus und Ergonomie aussagt

Ein höherer Durchsatz bedeutet, dass Distanz und Zielgröße bei dir weniger Zeit kosten als beim Durchschnitt – ein brauchbarer Vergleichswert zwischen Eingabegeräten, DPI-Einstellungen oder auch zwischen Maus und Trackpad. Werte zwischen 3,7 und 4,9 bit/s gelten als typisch für eine Computermaus unter normaler Nutzung.

Häufige Fragen

Antworten auf häufige Fragen zum Fitts' Law Test

Ein 1954 von Paul Fitts beschriebenes Bewegungsgesetz: Je weiter ein Ziel entfernt und je kleiner es ist, desto länger dauert der Zeigezugriff darauf. Die Formel ID = log2(D/W + 1) fasst Distanz D und Zielbreite W in einer einzigen Schwierigkeitszahl zusammen, aus der sich Bewegungszeiten vorhersagen lassen.

Für eine Computermaus gelten 3,7 bis 4,9 bit/s als üblicher Bereich, geübte Nutzer erreichen auch mehr. Trackpads und Trackballs liegen meist darunter. Der Wert hängt stark vom Eingabegerät, der DPI-Einstellung und der Übung ab, ein einzelner Durchlauf ist daher eher eine Momentaufnahme als ein endgültiges Urteil.

Die ISO-9241-9-Norm verlangt mehrere Distanz-Breite-Paare, damit die Regression MT = a + b·ID über einen ausreichend breiten Schwierigkeitsbereich verlässlich ist. Dieser Test nutzt drei Distanzen (150, 300, 600 px) und vier Zielbreiten (12, 24, 48, 96 px), macht daraus zwölf Kombinationen und mischt ihre Reihenfolge zufällig, damit sich kein Lerneffekt in eine feste Richtung einschleicht.

Die effektive Zielbreite We ersetzt die aufgezeichnete Kreisgröße durch ein Mass deiner tatsächlichen Treffgenauigkeit: We = 4,133 mal die Streuung (Standardabweichung) deiner Klicks um die Zielmitte. Klickst du sehr konstant, ist We klein und der Durchsatz entsprechend höher – ungenaue, verstreute Klicks senken ihn, selbst bei gleicher Zielgröße.

Ja, direkt. Auflösung, DPI-Einstellung, Zeigerbeschleunigung und sogar das Mauspad beeinflussen, wie lange ein Zeigezugriff dauert und wie genau er endet. Ein Wechsel eines dieser Faktoren zwischen zwei Durchläufen macht die Werte nur eingeschränkt vergleichbar – für einen fairen Vergleich am besten dieselbe Hardware und Einstellung verwenden.

Fitts' Law messen: was hinter dem Test steckt

Fitts' Law ist eines der am besten belegten Gesetze der Mensch-Computer-Interaktion: Es sagt vorher, wie lange ein Zeigezugriff auf ein Ziel dauert, abhängig von der Distanz zum Ziel und dessen Breite. Dieser Test setzt die ISO-9241-9-Methode um, den Industriestandard zur Messung von Zeigegeräten, und liefert am Ende einen einzigen Vergleichswert: den Durchsatz in bit/s.

Wofür der Test genutzt wird

  • Eingabegeräte vergleichen: Maus gegen Trackpad, unterschiedliche DPI-Einstellungen oder eine neue Maus gegen die alte – der Durchsatz macht den Unterschied in einer Zahl sichtbar.
  • Ergonomie-Check: Ein spürbar niedrigerer Durchsatz als sonst kann auf Ermüdung, eine ungünstige Handhaltung oder ein Problem mit dem Eingabegerät hindeuten.
  • Referenz für UI-Forschung: Wer selbst mit Fitts' Law arbeitet, findet hier eine funktionierende ISO-9241-9-Referenzimplementierung inklusive Regression und effektiver Zielbreite.

So läuft ein Durchlauf ab

  1. 1 Zwei Kreise erscheinen im Abstand D, einer davon fuchsiafarben hervorgehoben als aktives Ziel.
  2. 2 Das aktive Ziel anklicken – der erste Treffer startet die Runde, jeder weitere Treffer wechselt das aktive Ziel.
  3. 3 Zehn Wertungs-Treffer pro Kombination, danach folgt automatisch die nächste von zwölf gemischten Distanz-Breite-Kombinationen.
  4. 4 Nach allen zwölf Runden erscheinen Durchsatz, Regressionsgerade und Streudiagramm.

Was diesen Test von einfachen Nachbauten unterscheidet

Viele Fitts'-Law-Tests rechnen nur mit der nominalen Zielbreite und der einfachen Shannon-Formulierung, was beliebig hohe Werte erlaubt, egal wie ungenau geklickt wird. Dieser Test folgt stattdessen der ISO-9241-9-Methode: Er ermittelt aus deiner tatsächlichen Klickstreuung die effektive Zielbreite und rechnet damit den Durchsatz. Beim Eintragen in die Bestenliste schickt der Browser ausserdem die vollständige Klick- und Zielspur mit, der Server rechnet Regression und Durchsatz eigenständig nach.

Kostenlose Tools, die gut dazu passen – direkt im Browser, ohne Anmeldung.